World Gold Council, gold investment value as a global currency and commodity.

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Gold und Risiko

Finanzinstrumente unterliegen im Allgemeinen drei Hauptrisiken.

  • Kreditrisiko: das Risiko, dass ein Schuldner nicht zahlt
  • Liquiditätsrisiko: das Risiko, dass der Vermögenswert nicht veräußert werden kann, da sich kein Käufer findet
  • Marktrisiko: das Risiko, dass der Preis durch eine Änderung der Marktbedingungen sinkt

Gold ist deshalb einzigartig, weil es keinem Kreditrisiko unterliegt. Für Gold gibt es keinen Schuldner. Im Gegensatz zu Schuldverschreibungen besteht kein Risiko, dass der Anleger keinen Kupon oder keine Rückzahlung erhält oder ein Unternehmen wie im Fall von Aktien in Konkurs geht. Im Gegensatz zu Währungen unterliegt der Wert von Gold außerdem keinen Schwankungen aufgrund der Wirtschaftspolitik des Emissionslandes oder der dort herrschenden Inflation. Ferner ist das Liquiditätsrisiko so gering, weil Gold 24 Stunden lang gehandelt werden kann und eine große Bandbreite an Käufern – vom Schmucksektor über Finanzinstitute bis hin zu Herstellern von Industrieprodukten – und verfügbaren Anlageformaten aufweist, einschließlich Münzen und Barren, Schmuck, Futures und Optionen, börsengehandelten Fonds, Zertifikaten und strukturierten Produkten. Der Goldmarkt weist eine hohe Markttiefe und Liquidität auf, da Gold schneller und mit geringeren Spreads gehandelt werden kann als viele konkurrierende Diversifikationsprodukte oder sogar traditionelle Finanzinstrumente.

Allerdings unterliegt auch Gold einem Marktrisiko, was sich sehr deutlich in den 80er Jahren gezeigt hat, als der Goldpreis drastisch sank. Viele der mit dem Goldpreis zusammenhängenden Verlustrisiken unterscheiden sich jedoch erheblich von denen anderer Finanzinstrumente, ein Aspekt, der die Attraktivität von Gold als Instrument zur Portfoliodiversifikation steigert. Wenn eine Zentralbank zum Beispiel ihre Absicht ankündigt, umfangreiche Mengen an Gold zu verkaufen, was vor dem Goldabkommen der Zentralbanken von 1999 der Fall war, würde diese Ankündigung zwar kaum Auswirkungen auf die Aktienrenditen haben, kurzfristig gesehen aber sicherlich auf den Goldpreis. Bei Gold entfallen ferner die Risiken, denen vor allem Anleihen und Aktien ausgesetzt sind, einschließlich der Belastung des Regierungs- und Unternehmenssektors während eines Konjunkturabschwungs.

Volatilität ist eine Maßeinheit für das Marktrisiko, mit der die Renditestreuung eines bestimmten Wertpapiers oder Marktindexes gemessen wird. Je volatiler ein Finanzinstrument ist, desto risikoreicher ist es meistens auch. Der Goldpreis ist normalerweise weniger volatil als anderer Rohstoffpreise. Das liegt an der Tiefe und Liquidität des Goldmarktes, die auf der Verfügbarkeit großer überirdischer Goldbestände basieren. Da Gold praktisch unzerstörbar ist, existiert noch fast das gesamte jemals geförderte Gold, das meiste davon in marktfähiger Form. Das bedeutet, dass ein plötzlicher Mehrbedarf an Gold normalerweise relativ einfach gedeckt werden kann. Infolgedessen ist Gold im Allgemeinen weniger volatil als intensiv gehandelte Blue Chip-Indizes wie der FTSE 100 oder der S&P 500. Nimmt die Volatilität von Gold zu, geht damit in der Regel eine Kursrallye einher. Das Gegenteil ist bei Aktien der Fall, deren steigende Volatilität als Indikator für Marktspannungen gilt. Daher lassen sich aus der Volatilität des Goldpreises andere Schlussfolgerungen ableiten als aus einer hohen Volatilität der Aktienmärkte, die in der Regel als Vorbote eines Krachs oder zumindest von Marktspannungen zu deuten ist.

FTSE100 and Gold: 22-day avge. volatility - 1971-2006

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© 2008 World Gold Council

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